Können wir diesen Sommer Konzerte besuchen?

Das Rheingau Musik Festival hat sein Programm verschickt und wirbt für sage und schreibe fast 200 Konzerte. Andere Veranstalter halten sich noch zurück. Niemand weiß, wie sich die Corona-Infektionszahlen entwickeln und eine ganze Branche hängt in der Luft.

Musik, die man im Bauch spürt, dicht gedrängt tanzen, laut mitsingen und einfach mal einen Abend alles vergessen. Wer sehnt sich danach nicht? Am allermeisten wünschen sich wohl Künstler und Veranstalter, denen seit gut einem Jahr die Einkünfte fehlen, endlich wieder vor Publikum zu spielen.

Drei-Stufen-Plan soll Großveranstaltungen ermöglichen

Wissenschaftler sowie zahlreiche Verbände und Veranstalter haben ein Konzept entwickelt, mit dem, ihrer Ansicht nach, Veranstaltungen in Coronazeiten gefahrlos möglich wären. Politik und Behörden haben sich allerdings noch nicht dazu geäußert.

Was planen die Konzertveranstalter ?

Das Rheingau Musik Festival vom 26. Juni bis zum 5. September 2021 plant 192 Konzerte an 22 verschiedenen Spielstätten im Rheingau. Die Veranstalter werben mit umfangreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Die Konzertgäste sollen sich sicher fühlen. Einige Konzerte werden am Veranstaltungstag etwas verkürzt zweimal aufgeführt, um die Besucherinnen und Besucher besser verteilen zu können.

Und die Open Air Konzerte auf den schönsten Plätzen in Mainz? Summer in the City 2021 holt praktisch alle Konzerte nach, die im vergangenen Jahr wegen Corona abgesagt wurden.


Sara Connor 2017 bei Summer in the City






Picture Alliance


Die Sprecherin des Mainzplus Citymarketings, Susanne Ranglack, sagt: “Wir haben die Konzerte mit den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen geplant und warten, wie die Corona-Infektionszahlen sich weiter entwickeln und was die Behörden entscheiden.” Bei den kleineren Veranstaltungen wie “Zitadelle live” und “Mainzer KulturGärten” ist die Mainzer Marketingsprecherin optimistisch: “Diese Veranstaltungen haben wir schon im letzten Jahr gemacht, die sind Pandemie erprobt.”

Mehrtägige Musikfestivals haben die größten Schwierigkeiten

Die Veranstalter des Technofestivals Nature One im Hunsrück sind weniger optimistisch. “Die Aussichten sind nicht gut”, sagte der Geschäftsführer der I-Motion GmbH, Oliver Vordemvenne. Bei einem mehrtägigen Musikfestival Hygienevorschriften umzusetzen ist mehr als schwierig.

Lasershow beim Technofestival Nature One (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Lasershow bei Technofestival Nature One im Hunsrück






Picture Alliance


Und für alle Besucherinnen und Besucher Corona-Impfungen vorzuschreiben ginge wohl an der Realität vorbei. Das Publikum bei Nature One ist jung und steht in der Impfreihenfolge ganz am Schluss.

Corona-Schnelltests für Festivalgäste kaum geeignet

“Auch Corona-Schnelltests beim Einlass”, sagte Vordemvenne, “machen bei der Nature One keinen Sinn. Bei einem mehrtägigen Festival mit Campingplatz müsste man jedes Mal neu testen, wenn jemand das Gelände betritt.” Die Nature One hofft auf die Bund-Länder-Konferenz am 3. März. Bis Ende März soll endgültig entschieden werden, ob das Openair vom 30. Juli bis 1. August in Kastellaun im Hunsrück stattfinden kann.







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Das Kultfestival Rock am Ring in der Eifel steht vor ähnlichen Schwierigkeiten. CTS Eventim, das für den Ticketverkauf bei Rock am Ring zuständig ist, teilte mit, ob das Festival stattfinde, könne man jetzt noch nicht sagen. Eventim hatte kürzlich dafür plädiert, nur geimpfte Menschen für Veranstaltungen zuzulassen.

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