Medizinische Hochschule warnt: Intensivbetten werden knapp

Stand: 14.01.2021 15:16 Uhr

Die hohe Zahl der Corona-Infizierten hat wie bundesweit auch in der Region Hannover Auswirkungen auf die Intensivbetten-Kapazitäten der Kliniken. Die Uniklinik MHH hat Alarm geschlagen.

Dort würden langsam die Plätze knapp. Das berichtet die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” unter Berufung auf die Medizinische Hochschule Hannover. Angesichts des Infektionsgeschehens verschiebt die Klinik nun geplante Operationen. Es gebe mehr als 50 Corona-Patienten, von denen mehr als Hälfte intensivmedizinisch betreut werden müsse, teilte die MHH am Donnerstag auf Anfrage mit. Die Klinik müsse für eine ausreichende Verfügbarkeit von Intensivkapazitäten sorgen, so ein Sprecher. Daher würden zunächst bis Freitag ausschließlich Notfälle operiert. “Ausnahmen gelten für alle Operationen, die keine intensivmedizinische Nachbetreuung erfordern”, hieß es.

Krankenhausgesellschaft warnt vor Belastung

Auch die niedersächsische Krankenhausgesellschaft warnte davor, dass die Intensivmedizin an ihre Grenzen stoßen könnte, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Sie sei flächendeckend so belastet wie noch nie, heißt es. “Das Personal ist am Limit”, sagte Verbandsdirektor Helge Engelke. Es gebe viele Corona-Patienten auf den Intensivstationen und es sei äußerst aufwendig, diese zu betreuen. Gleichzeitig müssten aber auch Kapazitäten freigehalten werden. Denn jeder neue Ausbruch in einem Pflegeheim sorge zeitlich verzögert für einen Schub an neuen Corona-Patienten, so Engelke. Das alles klappe nur, weil regional Kliniken eng zusammenarbeiteten.

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In der gesamten Region Hannover gibt es aktuell noch 33 freie Intensivbetten – das sind knapp neun Prozent. Ein Sprecher der Region geht davon aus, dass diese Kapazitäten ausreichen. Außerdem könne die Zahl der Betten im Bedarfsfall aufgestockt werden. Allerdings werden derzeit mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt als noch Mitte Dezember.

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Im Landkreis Schaumburg sind die vorhandenen 22 Intensivbetten derzeit vollständig belegt, wie aus dem Intensivregister hervorgeht. In drei der Betten werden Covid-19-Patienten behandelt. In den Helios-Kliniken in Hildesheim und in Nienburg gebe es noch freie Kapazitäten, heißt es. Teilweise komme es vor, dass geplante Operationen verschoben werden müssten. Sie würden aber nicht pauschal abgesagt, so eine Klinik-Sprecherin aus Nienburg.

Nach den aktuellen Zahlen des niedersächsischen Gesundheitsministeriums (Stand: Donnerstag, 9.00 Uhr) werden in Kliniken im Land derzeit 1.404 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. 288 Erwachsene und zwei Kinder benötigen derzeit intensivmedizinische Behandlungen.

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